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Australien-GP: Lewis Hamilton triumphiert bei Mercedes Doppelsieg in Down Under

Zu den Kommentaren4 Kommentare   |   Quelle: sid
15. März 2015, 07:45 Uhr
Lewis Hamilton
Lewis Hamilton zeigte eine überragende Leistung

Neues Jahr, altes Bild: Weltmeister Lewis Hamilton hat nach einer fehlerfreien Vorstellung das chaotische erste Rennen der neuen Formel-1-Saison gewonnen. Der Polesetter aus England zeigte beim Großen Preis von Australien keine Schwäche und verwies seinen Mercedes-Teamrivalen Nico Rosberg auf Platz zwei. Sebastian Vettel fuhr gleich bei seinem Debüt für Ferrari auf das Podium - als Dritter im Albert Park von Melbourne ließ der 27-Jährige die Tifosi jubeln.

Denn: Vettel holte in seinem ersten Rennen für die Scuderia das absolute Maximum raus. Die Silberpfeile waren nicht zu halten, aber dafür kassierte der Heppenheimer in der 24. Runde mit seinem auf den Namen "Eva" getauften Ferrari-Boliden den vor ihm gestarteten Williams-Piloten Felipe Massa, nachdem er vor seinem ersten Boxenstopp länger draußen bleiben und damit die entscheidenden Sekunden gutmachen konnte.

"Grazie Jungs, Forza Ferrari", funkte Vettel über Funk an die Box. Hinterher kam er aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus: "Ich bin unheimlich stolz, es fühlt sich wie ein Sieg an", sagte Vettel mit einem breiten Lächeln im Gesicht: "Liebe Grüße nach Hause, vor allem an meine Oma."

Das Rennen im RE-LIVE

Hamilton und Rosberg lieferten sich wie schon bei den meisten Rennen im Vorjahr ein Privatduell und fuhren in einer anderen Liga als der Rest des Feldes. Dabei konnte WM-Herausforderer Rosberg Hamilton aber zu keinem Zeitpunkt wirklich unter Druck setzen. "Lewis ist gefahren wie ein Weltmeister. Ich habe alles gegeben, aber da war nichts zu machen", sagte Rosberg: "Jetzt steht es 1:0 für ihn, aber die Saison ist noch lang. Ich werde alles geben, das wieder umzudrehen."

   

Hamilton nie in Gefahr

Am Ende fuhr der amtierende Champion Hamilton ungefährdet seinen 34. Karriere-Triumph ein und untermauerte eindrucksvoll seinen Anspruch auf eine erfolgreiche Titelverteidigung. In dieser Form scheint Hamilton jedenfalls unbezwingbar wie einst der Terminator im Kino zu sein. Action-Star Arnold Schwarzenegger konnte nach dieser Vorstellung im Fahrerlager nur noch beeindruckt Beifall klatschen. "Das hat richtig Spaß gemacht und war ein großartiger Start ins Jahr", sagte Hamilton und scherzte auf dem Podium bestens gelaunt mit Schwarzenegger: "Ich dachte, Du wärst größer."

Nico Hülkenberg landete im Force-India auf Platz sieben, Lokalmatador Daniel Ricciardo (Red Bull) wurde Sechster. Vettels Teamkollege Kimi Räikkönen (Finnland) musste nach zwei Dritteln aufgeben, nachdem die Ferrari-Mechaniker beim Boxenstopp das linke Hinterrad nicht richtig angeschraubt hatten.

Selten war es in der Formel 1 so leicht in die Punkte zu fahren wie in Australien. Nur 11 von 20 möglichen Fahrern schafften es überhaupt ins Ziel. Auch für Max Verstappen, der sich im Alter von nur 17 Jahren und 166 Tagen zum jüngsten Fahrer in der Geschichte der Königsklasse kürte, war der Arbeitstag nach knapp 34 Runden beendet. Am Toro Rosso des Niederländers streikte der Renault-Motor.  
 

Chaos pur in Down Under

Schon vor dem Start herrschte Chaos - nur 15 Autos gingen überhaupt ins Rennen und damit so wenige wie seit dem Skandalrennen von Indianapolis 2005 nicht mehr. Damals fuhren nur sechs (!) Autos aufgrund von massiven Reifenproblemen.

Kevin Magnussen (McLaren) und Daniil Kwjat (Red Bull) strandeten in Melbourne wegen technischen Problemen auf dem Weg in die Startaufstellung, Williams-Pilot Valtteri Bottas wurde wegen einer Rückenverletzung von den Ärzten gestoppt. Manor Marussia, Nachfolgerennstall des Pleiteteams Marussia, fuhr in Melbourne nicht einen einzigen Meter. Das Team schaffte es noch nicht einmal, den Motor anzulassen.

zu "Australien-GP: Lewis Hamilton triumphiert bei Mercedes Doppelsieg in ..."
4 Kommentare
Letzter Kommentar:
@Arnie schrieb am 15.03.2015 13:39
Das Problem ist nicht die Dominanz, sondern die Systeme, die die Dominanz zementieren - im Fußball wie in der Formel 1. Und die Systeme kann man sehr wohl ändern.
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