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Von: Malte Asmus
Datum: 20. Januar 2013, 10:07 Uhr
Format: Artikel
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Australian Open: Kerber und Görges im Achtelfinale ausgeschieden

Angelique Kerber, Australian Open, Tennis
Angelique Kerber musste sich behandeln lassen

Die Hisense-Arena in Melbourne ist kein gutes Pflaster für Julia Görges. 2011 kostete ein toter Punkt auf den Platz Konzentration, 2012 unterlag sie Agnieszka Radwanska glatt und diesmal versemmelte sie einen Satzball und verlor. Angelique Kerber wurde von ihrem Rücken gestoppt.

Eine der kuriosesten Szenen der letzten Jahre bei den Australian Open hatte sich 2011 in der Hisense-Arena ereignet. Maria Sharapova und Julia Görges waren drauf und dran ihr Drittrundenmatch zu beginnen, als kurz hinter dem Netz eine Punkt auf dem Court entdeckt wurde, an dem der Ball nicht sprang, sondern wie tot auf der Erde liegenblieb. Nach längeren Diskussionen wurden die Spielerinnen in die Kabinen geschickt, während Helfer Löcher in den Boden bohrten, um eine Luftblase entweichen zu lassen, die die Bälle gebremst hatte.

Erst dann konnte das Spiel wieder aufgenommen werden, am Ende verließ Görges den Platz als Verliererin. 2012 wurde sie dann in der Hisense-Arena glatt mit 1:6, 1:6 von Radwanska vom Platz gefegt. Und auch 2013 hatte sie auf dem zweitgrößten Platz der Anlage bei den Australian Open das Glück nicht auf ihrer Seite. Dabei hatte sie gegen die an Nummer sechs gesetzte Na Li einen starken ersten Satz gespielt, hatte sogar einen Satzball. Doch ausgerechnet in diesem Moment leistete sie sich einen dicken Patzer.

Görges hatte die Chinesin gut gestellt, war ans Netz gestürmt und hätte ihre Rückhand eigentlich nur noch ins Feld spielen brauchen. Doch stattdessen versuchte sie den Kurzcross. Der Ball landete aber im Netz und begrub die Hoffnungen der Deutschen auf den Einzug ins Viertelfinale. Viel bekam sie danach nämlich nicht mehr auf die Reihe. Li Na sicherte sich den ersten Satz, holte sich zu Beginn des zweiten zwei schnelle Breaks und zog am Ende mit 7:6, 6:1 in die nächste Runde ein.

Rückenverletzung stoppt Angelique Kerber

Wie wäre das Match wohl gelaufen, hätte Görges den Satzball verwandeln können? Und was wäre obendrein gewesen, wenn Angelique Kerber ihr Achtelfinale in der Rod Laver-Arena nicht gehandicapt von einer Rückenverletzung hätte bestreiten müssen? Müßig zu diskutieren, denn am Ende schieden beide deutschen Damen aus und begruben die Hoffnungen auf eine Teilnahme in der zweiten Woche der Australian Open.

Kerber unterlag der Russin Ekaterina Makarova in 92 Minuten mit 5:7, 4:6 - sichtlich gezeichnet von großen Rückenproblemen, die sogar Behandlungspausen auf dem Court und in der Kabine erforderten. "Ich habe das schon seit zwei, drei Tagen. Trotzdem will ich die Niederlage nicht auf den Rücken schieben. Ich hatte meine Chancen, habe sie aber nicht genutzt", gab sich Kerber selbstkritisch.

Verbissen hatte sie gegen die Schmerzen angekämpft, im ersten Satz zwischenzeitlich sogar einen 2:5-Rückstand noch egalisiert, im zweiten mit 4:3 geführt, ehe sich eine fünfminütige Behandlungspause anschloss. Danach vergab sie zwei Breakbälle, verlor ihr Service und letztlich auch das Match.

Sharapova weiter traumwandlerisch sicher 

"Natürlich bin ich enttäuscht, denn ich wollte noch eine Runde weiter kommen", schimpfte sie. Trotzdem sind die Schmerzen offenbar so groß, dass sie sich baldigst einer MRT-Untersuchung unterziehen will. Das Pech der Deutschen ist vielleicht das Glück von Maria Sharapova, die damit einem Aufeinandertreffen mit Keber im Viertelfinale aus dem Weg gehen kann. Gegen Kirsten Flipkens machte Sharapova erneut kurzen Prozess und entledigte sich der Pflichtaufgabe glatt mit 6:1, 6:1.

"Ich bin happy, dass ich so gut spiele", meinte die Russin laut bbc.co.uk. "Aber jetzt kommt das Viertelfinale. Da wird es eher schwieriger." Allerdings scheint die derzeit mit traumwandlerischer Sicherheit spielende Russin von niemandem bei den Australian Open zu stoppen zu sein - vielleicht höchstens von einem toten Punkt auf dem Platz

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