Im Viertelfinale des ATP-Masters hat Rafael Nadal das Match der beiden Spanier gegen David Ferrer für sich entscheiden. Nach zwei ausgeglichenen Sätzen drehte Nadal im dritten auf und zog verdient ins Halbfinale ein, wo Tomas Berdych auf ihn wartet.
In einer typischen Sandplatzpartie mit langen Rallyes startete Ferrer im ersten Satz besser, vergab aber in den ersten drei Spielen bereits drei Breakchancen. Im Gegenzug nutzte Nadal seine einzige Breakchance zum 3:2 und holte sich Satz eins. Ferrer konnte aus keiner seiner sechs Breakchancen Kapital schlagen, war aber über lange Strecken durchaus gleichwertig.
Im zweiten Satz wurde das Spielgeschehen auf den Kopf gestellt. Zunächst wehrte Ferrer zwei Breakbälle Nadals im ersten Spiel ab, bevor er mit seinem insgesamt achten Breakball endlich Erfolg hatte. Nach schnellem Spiel zu 15 für Ferrer schenkte Nadal auch sein nächstes Aufschlagsspiel her 4:0. In dieser Phase des Spiels zeigte Ferrer hochklassiges Tennis, bei Nadal schlichen sich zu viele Fehler ein.
Nadal startet Aufholjagd
Aber Nadal wäre nicht Nadal, wenn er den Satz so herschenken wurde. Aus dem 0:4 wurde ein 4:5, bei eigenem Service hatte er die Chance auf den Ausgleich. Aber jetzt drehte Ferrer auf, holte sich den Satzball und wehrte im folgenden Ballwechsel gleich drei Schmetterbälle ab, um sich mit einem Passierball die Linie entlang in den entscheidenden Durchgang zu retten.
Den dritten Satz begann Ferrer stark, brachte souverän seinen Aufschlag zum 1:0 nach Hause und ging anschließend mit 40:15 in Führung zwei Breakbälle. Aber diese wehrte Nadal per Ass und Netzangriff ab, holte sich das Spiel und war danach nicht mehr zu stoppen.
Vor allem Ferrers erster Aufschlag wollte danach gar nicht mehr kommen, während Nadal immer besser wurde und mit teilweise großartigem Tennis auf 5:1 stellte. Ferrer gab sich zwar noch nicht geschlagen und verkürzte souverän auf 5:2. Doch Nadal servierte stark und holte sich mit dem dritten Matchball nach 2:46 Stunden den Sieg.
In der internen Bilanz liegt Nadal damit mit 20:3 vorn, auf Sand hat er in 16 Partien noch nie gegen seinen Landsmann verloren.
Autor: Jöran Landschoff
