Arthur Abraham hat seinen WM-Titel im Supermittelgewicht nach Version der WBO erstmals erfolgreich verteidigt. Er bezwang Mehdi Bouadla aus Frankreich in der achten Runde durch technischen K.o.
7000 Zuschauer in Nürnberg sahen seinen 36. Sieg im 39. Profikampf. Ringrichter Mark Nelson brach den Kampf ab, als Bouadla mehrere schwere Kopftreffer kassiert hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Franzose zudem schon Probleme mit einem Cut am Augenlid. Arthur Abraham durfte mit seinem Auftritt zufrieden sein, auch wenn er wie erwartet nicht wirklich gefordert wurde.
Bouadla wird in der unabhängigen Weltrangliste nur an Position 41 geführt und kam als 14. des WBO-Rankings gerade noch als Gegner für eine freiwillige Titelverteidigung infrage, denn dafür muss er unter den Top-15 platziert sein.
Bouadla kann Abraham nicht gefährden
Vor diesem Hintergrund lieferte Mehdi Bouadla einen ordentlichen Kampf. Er versteckte sich nicht und boxte gut mit, allerdings konnte er Abraham auch nicht in Gefahr bringen. Für King Arthur war es genau der richtige Gegner, um seinen Weg zurück zu alter Stärker erfolgreich fortzusetzen. Den ersten Schritt hatte er mit der Eroberung des WM-Gürtels gegen Robert Stieglitz gemacht, nun folgte der nächste mit der ersten Titelverteidigung.
Abrahams Trainer Ulli Wegner hatte seinem Schützling offenbar klargemacht, dass er nur mit harter Arbeit und Fleiß wieder erfolgreich sein kann. "So gut lief es noch nie", lobte der Coach seinen Schützling vor dem Kampf. Abraham war gegen Bouadla von Beginn an ungewohnt aktiv, in der Vergangenheit ließ es der 32-Jährige oft sehr gemächlich angehen und vertraute auf seinen harten Punch.
Abraham zu Beginn ungewohnt aktiv
Schon in der ersten Runde landete er gute Treffer und zeigte schöne Kombinationen. Nach einer kurzen Atempause in Runde sechs, die er seinem Gegner überlassen musste, gab Abraham in Runde sieben richtig Gas und landete einige schwere Treffer am Kopf und fügte Bouadla auch den Cut am Auge zu. In Runde acht ging Abraham sofort wieder in die Offensive und legte harte Treffer nach.
Bouadla war inzwischen überfordert und konnte sich nicht mehr richtig wehren, die Entscheidung des Ringrichters das Duell abzubrechen war die logische und richtige Konsequenz. Für Arthur Abraham war das ein erfolgreicher Abschluss des Jahres, in dem er seine Karriere wieder in die Spur gebracht hat. "2012 war ein Super-Jahr für mich, ich habe mich durchgesetzt und bin wieder Weltmeister geworden, erklärte er im ard-Fernsehen.



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