Armin Veh hat in einem Interview die Erfolge der abgelaufenen Saison Revue passieren lassen, sich jedoch kritisch über die Personalplanung geäußert. Der Trainer von Eintracht Frankfurt würde einen Abgang von Kapitän Pirmin Schwegler bedauern
Er ist jedoch von der Qualität seiner Neuzugänge überzeugt. Im Interview mit dem Kicker zeigte sich Veh über das Erreichen des sechsten Tabellenplatzes in der abgelaufenen Saison sehr erfreut: "Das ist für uns alle eine Riesengeschichte, etwas Außergewöhnliches." Erst vor einem Jahr war Frankfurt in die erste Liga aufgestiegen. Dass dieser Erfolg nun zu einem Dauerzustand werden könnte, wollte der Trainer nicht versprechen. "Wir müssen sachlich bleiben.
Träumereien nutzen niemandem. Als Neuling unter die ersten sechs zu kommen war sensationell", so Veh. Er warnte vor überzogenen Erwartungen: "Ich möchte das Bestmögliche. Wir werden natürlich versuchen, wieder eine Überraschung zu schaffen. Ein dauerhafter Aspirant auf die Europa- League-Plätze sind wir aber noch lange nicht."
Ziel für Eintracht Frankfurt: Drinbleiben
In der kommenden Saison erneut um die internationalen Ränge mitzuspielen, sei "normalerweise nicht drin". "Wir müssen mit Momenten leben. Wir müssen im nächsten Jahr schauen, relativ schnell unser Ziel zu erreichen: Drinbleiben in der Liga", erklärte der Stuttgarter Meistertrainer von 2007.
Auf die Frage, ob der Verein nach Johannes Flum und Jan Rosenthal nicht noch einmal richtige Qualität kaufen müsse, entgegnete der 52-Jährige: "Ich bin von der Qualität meiner Spieler mehr als überzeugt, wir verstärken uns in der Breite. Das ist machbar mit dem Budget, das wir zur Verfügung haben und das versuchen wir hinzukriegen."
Kein Geld für Stürmer
Vor allem für einen Topstürmer fehle Frankfurt das nötige Geld: "Wo kann maneinen Stürmer für ein, zwei Millionen kaufen, der sicher Tore garantiert? Einen Kevin de Bruyne können wir nicht bezahlen. Ich bin kein Zauberer, ich bin Fußballlehrer."
Einen Abgang von Mittelfeldspieler Pirmin Schwegler, um den sich der VfL Wolfsburg intensiv bemüht, würde Veh bedauern: "Pirmin ist zwei Jahre mein Kapitän, in Frankfurt anerkannt. Es wäre auch zwischenmenschlich schade, wenn er gehen würde."
Autor: Nikolai Mende
