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Arbeitssieg in den Ardennen: Hamilton lässt Rosberg keine Chance - Vettel im Pech

Zu den Kommentaren5 Kommentare   |   Quelle: sid
23. August 2015, 15:41 Uhr
Hamilton
Hamilton scheint auch diese Saison wieder das Maß aller Dinge zu sein

Zumindest dieser Schuss hat gesessen: Lewis Hamilton hat im Titelduell mit Nico Rosberg gleich zum Start aus der Sommerpause Stärke bewiesen und in Spa Kurs auf seinen nächsten WM-Titel genommen. Der Titelverteidiger gewann den Großen Preis von Belgien am Sonntag nach einer hochkonzentrierten Vorstellung auf dem Berg-und-Talkurs vor seinem Mercedes-Teamrivalen und baute die Führung im WM-Klassement auf 28 Punkte aus.

Noch 24 Stunden zuvor hatte der Weltmeister mit einem Maschinengewehr-Video im Internet für Kopfschütteln und teils heftige Kritik gesorgt - und war von positiven Schlagzeilen weit entfernt.

"Großartige Arbeit Jungs, vielen Dank", funkte ein scheinbar tiefenentspannter Hamilton nach seinem sechsten Saisonsieg an die Box. Auf Rang drei landete überraschend der französische Lotus-Pilot Romain Grosjean. Das doppelte Jubiläum wurde derweil für Sebastian Vettel zur großen Enttäuschung. Im 900. Grand Prix von Ferrari lag der Heppenheimer lange auf Podestkurs, sein 150. Formel-1-Rennen endete jedoch kurz vor Schluss mit einem Reifenschaden. Sein finnischer Teamkollege Kimi Räikkönen kam zudem nicht über den siebten Platz hinaus.



Hülkenberg: "Keine Leistung" 

Schon vor dem Start war das Rennen derweil für Nico Hülkenberg (Emmerich) erledigt. "Keine Leistung" funkte der Force-India-Pilot schon auf der Einführungsrunde und stellte seinen Wagen wenig später in die Box. "Mal ging's, mal wieder nicht", sagte Hülkenberg bei RTL: "Das ist schon sehr frustrierend und bitter, denn das Auto ging richtig gut, da geht uns eine Riesen-Möglichkeit durch die Lappen, fette Punkte zu machen."

Mit seiner zehnten Pole im elften Rennen hatte Hamilton erneut seine Ausnahmestellung im Qualifying unter Beweis gestellt - ansonsten allerdings für eher wenig Begeisterung gesorgt: Ein Social-Media-Beitrag des 30-Jährigen am Samstag sorgte für Reaktionen zwischen Erstaunen und Entsetzen bei seinen Fans.

Das Rennen in Spa im RE-LIVE

In einem Baller-Video feuerte der Brite unter der Überschrift "Zielübungen" mit einem Maschinengewehr auf dem Schießstand, im Internet wurde er daraufhin wüst beschimpft, auch Mercedes-Sportchef Toto Wolff offenbarte gemischte Gefühle. "Lewis ist ein Rockstar, aber man muss auch sehen, was in der Welt passiert", sagte der Österreicher.

Fahrer ohne technische Starthilfe  

Das Video verschwand wenig später, und zum Rennbeginn konzentrierte sich Hamilton wieder auf sein Kerngeschäft. Erstmals mussten die Fahrer dabei ohne technische Hilfen am Start auskommen, das hatten die Macher im Zuge der aktuellen Reformen beschlossen. Die Piloten sollen wieder mehr Verantwortung tragen, einige Beobachter hatten angesichts der Umstellung nun Chaos auf den ersten Metern befürchtet - doch das blieb aus.

Hamilton legte einen einwandfreien Start hin und verteidigte die Spitze souverän, Rosberg musste dahinter dagegen einige Konkurrenten passieren lassen - es erinnerte an die schwachen Mercedes-Starts in den vergangenen beiden Rennen. Vom zweiten Rang fiel der Deutsche zurück und drehte die folgenden Runden auf Position vier, gleich dahinter lag bereits Vettel, der nur von Rang acht ins Rennen gegangen war.

Hamilton baute seine Führung nun mit einigen schnellen Runden aus, Veränderungen ergaben sich erst aus der Boxenstopp-Phase, Rosberg war der große Gewinner. Der 30-Jährige schob sich auf Rang zwei vor, nur noch rund drei Sekunden trennten ihn vom Stallrivalen. Anschließend blieb an der Spitze jedoch alles wie gehabt, erst die Aussicht auf späte Regenschauer brachten noch einmal echte Spannung - doch ausnahmsweise endete das Rennen in den Ardennen ohne die berüchtigten Wetter-Kapriolen. 

zu "Arbeitssieg in den Ardennen: Hamilton lässt Rosberg keine Chance - ..."
5 Kommentare
Letzter Kommentar:
@Haraxa schrieb am 24.08.2015 15:26
ich glaube du hast das Problem nicht ganz verstanden: Ein Pirelli-Experte hat vor dem Rennen die Taktik von Ferrari abgesegnet, hätte es bedenken mit der Sicherheit gegeben, hätte er es äußern müssen, hat er nicht.
Der Reifen platzt ohne Vorwarnung! Das ist ein Unding, wie soll ein Fahrer wissen wann der Reifen nicht mehr taugt (Vettel war genauso schnell wie Grosjean), wäre Vettel der Reifen 200 Meter früher so geplatzt hätte man unter umständen direkt mit einem Leichenwagen auf die Strecke fahren können.
Das Vettel wütend auf Pirelli ist kann ich völlig nachvollziehen! Safty first!
Ein Unding, dass solche Reifen erlaubt werden!
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