Angelique Kerber ist die erste deutsche Spielerin seit Anke Huber vor elf Jahren, die sich für das Finale auf der Tour, die WTA Championship, qualifizieren konnte. Die Vorbereitung auf diesen letzten Saisonhöhepunkt läuft für Kerber jedoch nicht ideal.
So sagte sie nach Angaben des Veranstalters nun ihren Start beim Turnier in Luxemburg ab, weil ihre Verletzung noch nicht ausgeheilt sei. Ihr Start bei der WTA-Championship sei aber gesichert.
Anfang Oktober hatte sie sich beim WTA-Turnier in Peking eine Verletzung am Fuß zugezogen und ihr Viertelfinalmatch gegen Maria Sharapova beim Stand von 0:6 und 0:3 aufgegeben. Kerbers Gegnerin hatte sich seinerzeit noch über die Aufgabe gewundert.
Kerber sagt zweites Turnier in Folge ab
"Ich habe nicht viel von ihrer Verletzung bemerkt", hatte Sharapova erklärt, zugleich aber auch eine zu hohe Belastung als Ursache für die Aufgabe von Kerber vermutet. "Der Terminkalender fordert bei uns allen Tribut. Es ist ein normaler Prozess. Wenn man das Gefühl hat, dass es zu schlimm ist, muss man sich darum kümmern", wurde Sharapova laut Nachrichtenagentur AFP zitiert.
Das Management von Angelique Kerber sprach im Anschluss auch von einer reinen Vorsichtsmaßnahme im Hinblick auf die WTA Championship, die vom 23. bis 28. Oktober in Istanbul ausgetragen wird. Zunächst sagte sie ihren Start beim Turnier in Linz ab, nun folgte auch noch der Verzicht auf das Turnier in Luxemburg.
Kerber ausgeruht zur WTA Championship
Die 24-Jährige zählt zu den Vielspielerinnen auf der Tour, allein 79 Einzel-Matches hat sie in dieser Saison bereits absolviert. Dieses Mammutprogramm hat Spuren hinterlassen.
Schon vor den US Open hatte sie ihren Start in Dallas absagen müssen, da ihr Körper nach Ruhe schrie. In Istanbul wird Angelique Kerber nun mit einem vollen Akku beim Finale der acht besten Tennisspielerinnen der Welt antreten. Ob das die fehlende Spielpraxis ausgleichen kann, wird sich zeigen.
