Nach ihrem Ausscheiden bei den US Open ist Angelique Kerber mittlerweile aus New York abgereist. Vielleicht wäre mit einer besseren Planung für die Tennissaison mehr drin gewesen: Kaum eine Profispielerin bestreitet so viele Turniere und Spiele wie die 24-Jährige.
New York hat Angelique Kerber bereits im Flieger verlassen. Die deutsche Tennisspielerin und derzeitige Nummer 6 der WTA-Weltrangliste wollte bei den US Open endlich ein Grand-Slam-Finale erreichen, am Ende scheiterte sie an der Italienerin Sara Errani. Womöglich ist die Saisonplanung schuld. In diesem Jahr trat die Kielerin bereits bei 23 Turnieren im Einzel an. Hinzu kommen zahlreiche Partien im Doppel und Mixed - zu viel für die 24-Jährige?
Doppelbelastung durch Doppel- und Mixed-Spiele
Zum Vergleich: Die aktuelle Nummer 1 der Weltrangliste, Victoria Azarenka, nahm bislang nur an 19 Turnieren teil. Serena Williams reiste sogar nur zu 16 Turnieren an. Kerber hingegen mangelt es offensichtlich an Ruhepausen. Besonders zwischen zwei Spielen im Einzel bestreitet die Tennisspielerin bei den großen Turnieren zu häufig Partien im Doppel oder Mixed. So reizvoll die Antrittsgelder auch sein mögen, so sehr zehrt die Doppelbelastung an den Kräften.
Angelique Kerber wirkt müde
Im Spiel gegen die Italienierin Sara Errani wirkte Angelique Kerber müde und kraftlos. 38 vermeidbare Fehler in dem Match sprechen für sich. Bleibt zu hoffen, dass sich die Kielerin mit ihrer Shopping-Tour durch New York von den Strapazen erholen konnte. Die Besuche bei Tiffanys, Starfriseur Julien Farel oder auf dem Empire State Building könnten schon für Entspannung gesorgt haben.
Kerber will bei den China Open weit kommen
Denn das nächste Turnier wartet bereits: Schon in rund zwei Wochen will Angelique Kerber bei den China Open in Peking glänzen. Letztes Jahr schied sie bereits in der Qualifikation unglücklich gegen die Griechin Eleni Daniilidou aus. 2012 gehört sie zu den Favoritinnen. Kerbers Ziel ist die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Istanbul, bei der die acht besten Tennisspielerinnen des Jahres antreten werden.
Die Jahresplanung für die kommende Saison kann Angelique Kerber ebenfalls schon jetzt in Angriff nehmen. Hier besteht sichtlich Überarbeitungsbedarf. Mit mehr Ruhepausen zwischen den Spielen und Turnieren hat die 24-Jährige das Potential noch weiter in der Weltrangliste aufzusteigen und ihr erstes großes Turnier zu gewinnen.
