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Datum: 18. August 2012, 10:40 Uhr
Format: Artikel
Quelle: dpa/ma
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Angelique Kerber beendet in Cincinnati Serena Williams Siegesserie

Kerber,Tennis,Vorhand
Angelique Kerber steht nach Sieg gegen Serena Williams im Halbfinale

Aufschlag, Ass, Schrei - dann war es geschafft. Angelique Kerber hat im Viertelfinale von Cincinnati die 19 Matches währende Siegesserie von Serena Williams beendet. Da half der Olympia-Siegerin auch nicht, dass sie vor lauter Frust ihren Schläger zertrümmerte.

"Das ist einer meiner größten Siege in meiner Karriere", strahlte Kerber laut dpa nach ihrem glatten 6:4, 6:4-Erfolg, der sie ins Halbfinale des WTA-Turnieres in Cincinnati brachte, wo Montreal-Siegerin Petra Kvitova wartet. "Ich bin einfach rausgegangen, hatte nichts zu verlieren, wollte mich gut bewegen, sie bewegen und versuchen, meine Aufschläge zu halten, was mir auch gelungen ist", erklärte Kerber ihren Matchplan, der voll aufging.

Zu keinem Zeitpunkt hatte Williams zu ihrem Spiel gefunden, hatte phasenweise sogar erschreckend lustlos gewirkt. So hatte Kerber wenig Mühe, um Williams gleich ihr erstes Aufschlagspiel abzunehmen und nach gerade einmal 36 Minuten und dem zweiten Satzball den ersten Durchgang für sich zu entscheiden. Das zweite Break des Tages legte Kerber dann zum 2:1 im zweiten Satz nach. Ein Aufschlagverlust, der Williams völlig aus dem Konzept brachte und das Ende ihres Schlägers besiegelte. Wütend drosch Williams das Racket mehrfach auf den blauen Hardcourt, bis es zerbarst.

Service war Schlüssel zu Kerbers Sieg

"Das Service war der Schlüssel heute", analysierte Kerber auf ihrem Blog auf wtatennis.com. "Ich habe sie zweimal gebreakt, sie mich nicht. Ich habe auch gut beim Aufschlag variiert. Ansonsten habe ich mich gut bewegt und so viele Bälle zurückgebracht, wie ich konnte." Und das klappte hervorragend - auch, weil Williams große Probleme mit ihrer Beinarbeit und der Präzision der Rückhandschläge hatte. Immer wieder landeten ihre Bälle im Netz oder Aus.

Wirklich nahe an ein Rebreak kam Williams so natürlich nicht. Die beste Chance hatte sich ihr noch beim Stand von 4:3 und 15:30 geboten. Doch es folgten zwei unnötige Fehler am Netz, bei denen sie leichte Bälle verschlug und es somit verpasste, Kerber das Service abzunehmen. "Jetzt ist sie nicht mehr die haushohe Favoritin für die US Open. Diese Niederlage gibt anderen Spielerinnen Hoffnung", wurde Williams daraufhin von ESPN-Expertin Pam Shriver abgestraft.

Kerber überglücklich über Sieg gegen Williams

Seit ihrer Erstrunden-Niederlage bei den French Open am 29. Mai gegen Virginie Razzano aus Frankreich war Williams unbesiegt geblieben, hatte seitdem alle 19 Matches gewonnen, nacheinander in Wimbledon, Stanford und bei den Olympischen Spielen triumphiert und in dieser Zeit nur drei Sätze abgegeben. Sie galt als unbesiegbar - doch dann kam Kerber, die nach 77 Minuten ihren dritten Matchball verwerten konnte."Es ist unglaublich, sie hat so viele Grand Slams und gerade Olympia-Gold gewonnen - sie zu schlagen ist natürlich etwas ganz Großes", jubilierte Kerber.

Im Halbfinale geht es für sie nun gegen die frischgebackene Montreal-Siegerin Petra Kvitova, die sich in ihrem Viertelfinale gegen Anastasia Pavlyuchenkova mit 6:3, 7:6 durchgesetzt hatte. "Ich habe Petras Match leider nicht gesehen, aber es ist immer nett gegen sie zu spielen. Ich habe wieder nichts zu verlieren. Immerhin hat sie in der letzten Woche einen großen Titel gewinnen können und es ist immer schwer, gegen sie zu spielen. Ich werde mein bestes geben und sehen, was passiert"; so Kerber in ihrem Blog.

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