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Alonso: "Es geht ums Überleben"
Mit den teilweise wolkenbruchartigen Regengüssen, die Erinnerungen an das Qualifying vor zwei Wochen in Silverstone weckten, hatten aber auch die Fahrer an vorderster Front zu kämpfen. "Das war kein Spaß, sicherlich nicht. Wenn das Wetter so ist, geht es ums Überleben", meinte Alonso, der sein Survival-Paket aber am besten geschnürt hatte. Der WM-Spitzenreiter, der mit 129 Punkten vor Webber (116) und Vettel (100) liegt, sicherte sich damit binnen vierzehn Tagen seine zweite Pole in dieser Saison und seine 22. insgesamt.
Dass ihm der zweite Platz nicht ganz schmeckte, war Vettel anzusehen. Als er auf dem Weg zu seiner wohl schnellsten Runde gewesen war, sei er auf seinen Teamkollegen Webber aufgefahren, erzählte Vettel in der Pk. "Es ist schwer unter diesen Bedingungen, man sieht einen nicht im Rückspiegel", meinte er. Es kostete ihn Zeit und damit womöglich die zweite Pole nach 2010 beim Heimrennen, das er noch nie gewinnen konnte.
Der ehemalige Formel 1-Fahrer Adrian Sutil durfte sich dagegen nicht im Qualifying messen. Der 28-Jährige fährt beim Großen Preis von Deutschland Zuschauer in einem Renntaxi um den Ring. Adrian Sutil war im letzten Jahr noch bei Force India unter Vertrag, doch eine Nacht in Shanghai kostete ihm den Platz als Fahrer in der Formel 1. Nach dem Großen Preis von China im April 2011 hatte Sutil in einem Nachtclub den Luxemburger Geschäftsmann Eric Lux mit einem Champagnerglas schwer verletzt. Sutil wurde wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten auf Bewährung und zu einer Geldstrafe von 200.000 Euro verurteilt.
"Ich hoffe, dass die Menschen diese fünf Sekunden von Shanghai nicht so bewerten, dass sie mein Wesen wiedergeben. Sie sollen nicht für die Ewigkeit sein", sagte Sutil laut spiegel.de. Keine Frage, Adrian Sutil würde beim nächsten Großen Preis von Deutschland am liebsten wieder im Rennwagen sitzen. Dafür tut er derzeit alles. "Mir ist klar geworden, dass ich mich nicht nur um irgendwelche Federn an meinem Auto kümmern darf, sondern mein ganzes Leben in den Griff kriegen sollte. Diese fünf Sekunden haben mich aufgeweckt." Vielleicht bekommt er eine zweite Chance im Formel 1-Zirkus.





