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Adrian Newey gibt Renault keine Schuld am Red Bull-Debakel

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18. Februar 2014, 13:53 Uhr
adrian newey, sebastian vettel
Adrian Newey und Sebastian Vettel

Der Chefdesigner nimmt den Motorenlieferanten Renault weitgehend von der Kritik aus. Der schwache erste Test sei selbstverschuldet gewesen. Dennoch gibt es Spekulationen über eine Trennung.

Red-Bull-Chefdesigner Adrian Newey hat den Motorenpartner Renault zum Großteil aus der Verantwortung für die katastrophalen vier Testtage von Jerez genommen. Die Probleme seien weitgehend selbstverschuldet gewesen. Für die nächsten Testtage ab Mittwoch in Bahrain ist der Brite deutlich optimistischer.

"Was uns in Jerez gestoppt hat, war unsererseits - im Gegensatz zu Renault - das Problem, dass die Verkleidung im Bereich des Auspuffs Feuer gefangen hat. Es ist ein Problem, das wir hoffentlich bis Bahrain lösen werden", sagte Newey gegenüber "Autosport". Sebastian Vettel und Daniel Ricciardo waren an den vier Testtagen Ende Januar zusammen nur 21 Runden im RB10 gefahren.

Der 55-Jährige wurde noch konkreter: "Hand aufs Herz - das war ein Red-Bull-Problem." Das Team habe womöglich zu aggressiv geplant. "Aber wir dachten uns, wir müssen ein paar Risiken eingehen, um ein gutes Paket zu schnüren, das den aerodynamischen Schaden minimiert, der durch den sehr großen Kühlbedarf entsteht."

Will sich Red Bull von Renault trennen"

Komplett freisprechen von der Schuld wollte der Design-Guru den Motorenbauer aber nicht: "Der Renault scheint einen besonders hohen Kühlbedarf zu haben." Newey glaubt, dass die Franzosen bei der angepeilten Temperatur der Luft aus dem Turbolader ein größeres Risiko eingegangen seien als Mercedes und Ferrari.

Im Fahrerlager macht nun das Gerücht die Runde, Red Bull wolle sich 2015 von Renault trennen. Der ehemalige Teamchef Giancarlo Minardi spekulierte: "Es sind Informationen im Umlauf, dass Renaults Probleme definitiv nicht ohne weiteres zu beheben sind. Ich glaube zu wissen, dass sich Red Bull deshalb bereits nach einem neuen Motorenlieferant für 2015 umsieht."

Angeblich soll es sich dabei um Cosworth handeln, das einen eigenen Turbo-Motor entwickelt haben soll, ohne für 2014 einen konkreten Abnehmer zu haben. Red Bull Motorsportdirektor Helmut Marko erklärte dazu in "Sport Bild", dass der Vertrag mit Renault "natürlich an die Performance gebunden ist". Allerdings wolle man die aktuellen Probleme gemeinsam lösen.

Newey sieht noch jede Menge Arbeit vor sich

Mit der Problemlösung ist auf Seiten von Red-Bull-Racing die technische Crew um Chefdesigner Newey betraut. Der glaubt, noch einige Arbeitsstunden vor sich zu haben, ehe alle neuen Komponenten der neuen Antriebseinheit im RB10 untergebracht sind.

Die Kühlung der Ladeluft am Auspuff sowie die Kühlung des neuen V6-Turbo-Motors, der Batterie, der Kontrollbox und von vielem mehr stellt für den Technischen Direktor die ultimative Herausforderung dar: "Das alles unter einen Hut zu bekommen, ohne zu große Kompromisse bei der Aerodynamik einzugehen, ist wirklich nicht einfach."

Red Bulls Problem ist die Zeit - und auch hier kommt Renault wieder ins Spiel: "Mit den Prüfstandtests war eigentlich auch Renault konfrontiert, wir hingegen mit der rechtzeitigen Herstellung der Teile. Mit ein paar Wochen mehr hätte man das auch privat machen können, aber leider ist es dann in der Öffentlichkeit passiert", kommentierte Newey die Probleme.

Autor: Marco Heibel

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