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Adler Mannheim Siegesserie reißt: ERC Ingolstadt gleicht im DEL-Finale aus

Zu den Kommentaren3 Kommentare   |   Quelle: sid
12. April 2015, 17:18 Uhr
ERC Ingolstadt
Der ERC Ingolstadt hat die Siegesserie von Mannheim gestoppt

Die beeindruckende Siegesserie der Adler Mannheim ist gerissen, Titelverteidiger ERC Ingolstadt hat sich im Finale der DEL zurückgemeldet. 42 Stunden nach der unglücklichen 1:2-Niederlage nach Verlängerung gewannen die Oberbayern das zweite Play-off-Endspiel mit 5:2 (0:0, 1:0, 4:2) gegen den Vorrundenersten, der zuvor achtmal in Folge in der Meisterrunde triumphiert hatte.

Vor dem dritten Finale am Dienstag (19.30 Uhr im LIVE-TICKER) in Mannheim ist der Kampf um die 95. deutschen Eishockey-Meisterschaft wieder völlig offen. Nach den Toren von Brandon Buck (21./46.), Jared Ross (49.), Derek Hahn (51.) und Petr Taticek (60.) für Ingolstadt sowie Ronny Arendt (47.) und Robert Raymond (55.) für die Adler steht es in der Best-of-seven-Serie 1:1, vier Siege sind zum Titelgewinn notwendig.

"Heute haben wir unsere Chancen einfach reingemacht. Wir haben Mannheim gut unter Druck gesetzt", sagte "Man of the Match" Buck bei Servus TV: "So kann es weitergehen." Adler-Angreifer Christoph Ullmann war dagegen bedient: "Wir sind schwer ins Spiel gekommen. Es ist nicht unsere Vorgabe, den Gegner erst mal zwei Tore machen zu lassen und dann zurückzuschlagen."

Die Mannheimer Comeback-Könige, die im Halbfinale gegen Wolfsburg dreimal einen 0:3-Rückstand gedreht hatten, starteten vor 4815 Zuschauern in der ausverkauften Saturn Arena erneut schwach. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf den Kasten von Nationaltorwart Dennis Endras. Zweimal jubelten die Ingolstädter verfrüht. Erst zeigten die TV-Bilder, die die Schiedsrichter bemühten, dass der Puck nach einem Schuss von Dustin Friesen von der Latte zurückgesprungen war (6.). Dann verweigerten die Referees einem Tor von Patrick Hager die Anerkennung, weil das Spiel bereits abgepfiffen war (8.).



Hecht braucht lange Anlaufzeit

Zu Beginn des zweiten Drittels geriet der Favorit zum sechsten Mal in den letzten sieben Spielen in Rückstand: Bei Bucks achtem Play-off-Tor war Endras machtlos. Mannheims Angriffsmaschine, die im Halbfinale mit 19 Toren in vier Spielen auf Hochtouren gelaufen war, kam erst Mitte des zweiten Abschnitts in Schwung. Timo Pielmeier, vor einem Jahr beim sensationellen Titelgewinn der Ingolstädter schon der Finalheld, rettete mit mehreren Glanzparaden den knappen Vorsprung der Gastgeber.

Auch der frühere NHL-Star Jochen Hecht, schon 1997 und 1998 mit den Adlern deutscher Meister, brauchte eine lange Anlaufzeit. Erst in der 37. Minute zog der 37-Jährige erstmals gefährlich ab. Ins Netz flog der Puck aber auf der anderen Seite, als Buck einen Konter abschloss. Arendt ließ Mannheim wieder hoffen, doch nur zwei Minuten lang, dann traf Ross zum 3:1.

"Ist doch nicht mein Problem"

Eine "Rückhand-Wurstsemmel" hatte am Freitag das erste Endspiel entschieden. So bezeichnete Pielmeier Arendts Siegtreffer nach 4:46 Minuten in der Overtime. "Wenn er die nicht halten kann, ist es doch nicht mein Problem", erwiderte der Mannheimer Matchwinner grinsend. Der Torschütze hatte das Happy End im Eishockey-Krimi zunächst gar nicht mitbekommen. "Ich habe erst gesehen, dass das Ding drin war, als die Zuschauer gejubelt haben", sagte Arendt nach seinem eigentlich harmlosen Rückhandschlenzer.

In den fast 65 Minuten zuvor hatten sich beide Teams weitgehend neutralisiert. Nach den Toren von Petr Taticek (28.) und Christoph Ullmann (29.) innerhalb von 18 Sekunden warteten sie auf einen Fehler des Gegners. Pielmeier machte ihn und brachte seine Mannschaft um den Lohn einer starken Auswärtsleistung. 

zu "Adler Mannheim Siegesserie reißt: ERC Ingolstadt gleicht im DEL-Finale ..."
3 Kommentare
Letzter Kommentar:
cback schrieb am 13.04.2015 15:34
mannheim war meiner meinung nach in jedem spiel 1 drittel lang die schlechtere mannschaft waren aber in ihren guten dritteln deutlich dominanter als ingolstadt in einem seiner starken drittel
leider ist in mannheim der anspruch so hoch dass sich die medien gleich wieder riesig sorgen machen weil es kein "adler-hockey" ist
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