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Von: Henning Schulz
Datum: 03. Oktober 2012, 19:59 Uhr
Format: Artikel
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AC Mailand gewinnt in der Champions League bei Zenit St. Petersburg 3:2

Luca Antonini, AC Mailand, Huld, Zenit St. Petersburg
Luca Antonini versucht Hulk zu stoppen

Auch wenn Hulk seinen ersten Champions League-Treffer für Zenit St. Petersburg erzielen konnte, reichte es für sein Team am Ende gegen den AC Mailand nicht einmal zu einem Punkt. Die Rossoneri gewannen ein hochklassiges und dramatisches Spiel mit 3:2 (2:1).

Bei Zenit hing vor dem Champions League-Spiel mächtig der Haussegen schief. Kapitän Igor Denisov spielt nach seiner Forderung nach mehr Gehalt für die russischen Spieler nach wie vor nur für die Nachwuchsmannschaft. Sportlich läuft es nach den Verpflichtungen von Hulk und Axel Witsel überhaupt nicht.

Zum Auftakt in der Champions League setzte es eine 0:3-Niederlage beim FC Malaga und in der russischen Liga liegt der Titelverteidiger nur auf dem siebten Platz, fünf Punkte hinter der Spitze. Bei Gegner AC Mailand läuft es in der Serie A noch schlechter und Milan liegt bereits neun Zähler hinter Spitzenreiter Juventus Turin.

AC Mailand nutzt Zenit-Schwächen

Doch im Spiel in St. Petersburg hatten die Mailänder den eindeutig besseren Start. Zenit knüpfte vor 21.000 Zuschauern im Petrovskiy Stadion nahtlos an die schwachen Leistungen der vergangenen Wochen an und lag schnell mit 0:2 hinten. Erst verwandelte Urby Emanuelson einen von Roman Shirokov noch abgefälschten Freistoß (13. Minute) und dann marschierte Stephan El Shaarawy nur drei Minuten später ohne Gegenwehr durch die Zenit-Defensive - die diese Bezeichnung in dieser Szene nicht verdient hatte - und schoss zum 0:2 ein.

Durch die beiden Gegentreffer völlig verunsichert drohte Zenit nun unterzugehen, doch Milan verpasste es in dieser Phase, den Sack zuzumachen und so konnte sich das russische Team nach 30 Minuten wieder fangen und sein Offensivspiel ankurbeln. Im Mittelpunkt stand der zuletzt stark kritisierte Hulk.

Zunächst konnte noch Christian Abbiati den Anschlusstreffer mit einigen Glanzparaden verhindern, doch in der 45. Minute war er gegen einen Schuss des Brasilianers ohne Chance und Hulk verwandelte nach Vorarbeit von Shirokov zum 1:2.

Abbiati Schuld am Zenit-Ausgleich

Hatte Abbiati vor der Pause noch teilweise glänzend pariert, so musste er den 2:2-Ausgleich von Shirokov auf seine Kappe nehmen. Nach einer Ecke durch Hulk unterlief der italienische Torwart den Ball und so hatte Shirokov überhaupt keine Mühe, den Ball ins leere Tor einzuköpfen (49.).

Milan war für über eine halbe Stunde komplett abgemeldet, erst in der 66. Minute konnten sich die Rossoneri wieder fangen und setzten alles daran, nach dem 0:0-Auftakt gegen den RSC Anderlecht in der Champions League den ersten Sieg einzufahren.

Eine unglückliche Szene der Zenit-Abwehr brachte den AC Mailand dann tatsächlich wieder in Führung. Eine Flanke von Riccardo Montolivo fälschte der slowakische Innenverteidiger Tomas Hubocan in das eigene Tor ab (75.). Auf der Gegenseite zeigte Abbiati, dass er auf der Linie ein Klasse-Torwart ist. Einen Gewaltschuss von Aleksandr Anyukov parierte er zur Ecke (82.) und sicherte damit den Sieg seines Teams.

Nach der zweiten Champions League-Niederlage muss Geheimfavorit Zenit St. Petersburg bereits um das Weiterkommen bangen, während der AC Mailand mit vier Punkten voll im Soll ist.