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Seit Jahren fordert sportal.de, in der Nationalmannschaft Spieler nur noch auf den Positionen einzusetzen, die sie auch im Verein spielen. Stets als Aufhänger dient dabei der Posten des Außenverteidigers, wo man Löw tatsächlich zugutehalten muss, dass das Angebot überschaubar ist.
So überschwänglich Boateng für seine erste Halbzeit gegen Schweden gelobt wurde, selbst dieses Spiel untermauert unsere These: Ein gelernter Außenverteidiger hätte aus seinen Freiheiten des ersten Durchgangs viel mehr machen können. Boateng lief sich zwar konsequent frei und stand wie ein moderner Außen sehr hoch, gute Flanken oder Pässe in den Rücken der Abwehr, wie es Marco Reus auf der anderen Seite vormachte, brachte Boateng aber nicht zustande.
Natürlich stellt sich bei diesem Thema sofort die Frage nach den Alternativen. Philipp Lahm steht über allen, Marcel Schmelzer soll seine Zeit bekommen, dahinter flaut es schnell ab. Bis zur WM bleiben aber noch anderthalb Jahre. Tony Jantschke, Sebastian Jung, Oliver Sorg und Bastian Oczipka sind jung und genügen derzeit noch nicht den Ansprüchen der Nationalelf, ein Boateng tut es auf der rechten Seite aber auch nicht.
Neben Boateng stand gestern auch Holger Badstuber neben sich, der Innenverteidiger (sportal.de-Note 5,5) stand bei zwei Toren schlecht und hatte einen großen Anteil an der gefühlten Niederlage. Badstuber ist gelernter Innenverteidiger, nur spielt er es bisher in dieser Saison beim FC Bayern nicht, da er auf der linken Seite aushelfen musste. Gerade auf den Positionen, wo Löw eine breite Masse an guten Spielern zur Verfügung hat, muss der Bundestrainer noch viel stärker auf die aktuelle Form, oder im Fall Badstuber auf die zuletzt bekleidete Position, achten. Stammplätze und das Vertrauen in Führungsspieler sind wichtige Faktoren, trotzdem müssen Leistungsprinzip und taktische Ausrichtung über allem stehen. Sonst wird sich das DFB-Team auch in Zukunft noch an dem einen oder umgelegten Schalter die Finger verbrennen.





