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Datum: 17. Mai 2013, 12:06 Uhr
Format: Artikel
Quelle: sportal.de
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3. Liga: Dreikampf um Platz drei - High-Noon in Darmstadt

Schuster
Dirk Schuster und Darmstadt haben viel zu tun

Vor dem letzten Spieltag in der 3. Liga stehen der KSC und Arminia Bielefeld als Aufsteiger fest, Alemannia Aachen als Absteiger. Der Relegationsplatz sowie zwei Abstiegsplätze sind noch offen: Für sieben Teams steht noch viel auf dem Spiel.

Heidenheim hat es in der Hand

Die beste Ausgangslage im Kampf um Platz 3 hat dabei der 1. FC Heidenheim. Die Schwaben stehen auf dem dritten Platz und könnten mit einem Sieg gegen die Kickers Offenbach den Relegationsplatz sichern. Offenbach konnte schon am vergangenen Spieltag durch einen 1:0-Sieg gegen Wehen Wiesbaden den Klassenerhalt sichern.

"Wir nehmen das Spiel sehr ernst und wollen uns mit einem positiven Ergebnis aus der Saison verabschieden", kündigte OFC-Trainer Rico Schmitt an. Auf elf Spieler, darunter Julius Reinhardt, Marc Stein, Stefan Kleineheismann, Mathias Fetsch und Stefan Vogler, muss Offenbach allerdings verzichten. Heidenheim droht der Ausfall von Stürmer Michael Thurk (neun Saisontore).

Osnabrücks hausgemachte Querelen

Einen Zähler hinter Heidenheim steht der VfL Osnabrück, der somit sein Heimspiel gegen Absteiger Alemannia Aachen gewinnen und auf Unterstützung der Offenbacher hoffen muss. Gleichzeitig muss Osnabrück interne Unruhen überwinden: Nach der 0:1-Niederlage gegen Bielefeld und kritischen Äußerungen über die Vereinsführung am vergangenen Wochenende wurde Trainer Claus-Dieter Wollitz entlassen.

"Das sind K.o.-Schläge, von denen sich die Mannschaft erst einmal erholen musste", bestätigte Interimstrainer Alexander Ukrow gegenüber der "Osnabrücker Zeitung". Auf die Unterstützung der Fans kann der VfL bauen: Bereits 13.000 Tickets wurden verkauft.

Nur minimale Chancen hat Preußen Münster. Nach drei Spielen ohne Sieg liegen die Münsteraner einen Punkt hinter Osnabrück und zwei hinter Heidenheim. Ein Sieg gegen Babelsberg ist für das Team von Trainer Pavel Dotschew aber Pflicht. Es steht auch die Teilnahme am DFB-Pokal auf dem Spiel: Durch das Aus im Westfalenpokal unter der Woche muss Münster mindestens Vierter werden, um sich für den Pokal zu qualifizieren.

Abstiegskrimi in Darmstadt

Auch für Gegner Babelsberg steht viel auf dem Spiel. Als Vorletzter hat der SV einen Zähler Rückstand auf die Nicht-Abstiegsplätze, braucht also dringend drei Punkte. "Ich behaupte, dass wir in Münster gewinnen", nahm der Vorstandsvorsitzende Archibald Horlitz gegenüber der "Potsdamer Neueste Nachrichten" die Spieler in die Pflicht. Der einzige Auswärtssieg in der Rückrunde gelang den Brandenburgern gegen Aachen.

Ein Abstiegskrimi steigt derweil zwischen dem SV Darmstadt und den Stuttgarter Kickers, die beide ihr Schicksal selbst in der Hand haben. Darmstadt ist punktgleich mit Babelsberg Drittletzter, Stuttgart steht zwei Plätze und zwei Zähler davor. Ein besonderes Spiel ist es für SV-Trainer Dirk Schuster: Der 45-Jährige war in der vergangenen Saison mit den Kickers aufgestiegen und könnte mit einem Sieg seinen Ex-Klub zurück in die Regionalliga befördern.

Voraussetzung dafür wäre ein Erfolg des vierten noch in Abstiegsgefahr schwebenden Teams: Die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund. Die Ausgangslage für den BVB, der einen Zähler vor den Abstiegsrängen steht, ist klar: Ein Sieg beim VfB Stuttgart II würde den Klassenerhalt sichern. Unabhängig vom eigenen Resultat wäre der aktuelle Tabellen-16. auch bei Niederlagen von Babelsberg und Darmstadt gerettet.

Adrian Bohrdt