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2. 19. FC Malaga
Von: Michel Massing
Datum: 18. September 2012, 09:50 Uhr
Format: Artikel
Diskussion:
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19. FC Malaga

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19. FC Malaga

In den letzten Tagen machte der FC Malaga nicht unbedingt mit sportlichen Nachrichten Schlagzeilen. Klubbesitzer Scheich Abdullah Bin Nasser Al Thani, der den FC Malaga 2010 als Fast-Absteiger kaufte und mit einer Stange Geld und Trainerfuchs Manuel Pellegrini bis in die Champions League führte, soll die Lust an seinem Hobby verloren haben und schon seit mehreren Monaten keine Gehälter mehr zahlen. Jetzt sollen sich angeblich David Beckham und Ex-US-Nationalspieler Alexi Lalas für den andalusischen Club interessieren und 75 Prozent der Anteile übernehmen. Auf die sportliche Leistung hat das Chaos im Umfeld des Vereins bislang keine Auswirkungen, Malaga ist mit drei Siegen und einem Unentschieden in die Saison gestartet und steht hinter dem FC Barcelona auf Rang zwei der Primera Division. Die UEFA sanktionierte den FC Malaga wegen Verstoßes gegen das Financial Fair Play und hat angekündigt, Prämien aus der Champions League Teilnahme einzubehalten.

18. Benfica Lissabon

Benfica war vor dieser Spielzeit vergleichsweise passiv auf dem Transfermarkt. "Nur" sechs Neuzugänge verbuchte der portugiesische Vize-Meister der vergangenen beiden Jahre (im Gegensatz zu 18 Verpflichtungen vor der letzten Saison und immerhin 10 Neuen nach der letzten Meisterschaft 2010). Als Königstransfer darf Flügelstürmer Eduardo Salvio von Atletico Madrid angesehen werden, der in der Spielzeit 2010/2011 schon auf Leihbasis bei Benfica überzeugt hatte und jetzt für 11 Mio. Euro verpflichtet wurde. Im letzten Jahr überstanden die Portugiesen die Gruppenphase ungeschlagen, trotzten dabei Manchester United zwei Unentschieden ab, schalteten im Achtelfinale Zenit St. Petersburg aus und scheiterten erst im Viertelfinale am späteren Sieger Chelsea. Ausschlaggebend für Erfolg und Misserfolg wird sein, wie Benfica die schmerzhaften Abgänge der Leistungsträger Axel Witsel (für 40 Mio. Euro nach St. Petersburg), Javi Garcia (für 20,2 Mio. zu Manchester City) und Emerson (für 1,5 Mio. zu Trabzonspor) auffangen kann.

17. Dynamo Kiev

Der Club von Trainer Juri Sjomin hatte in der Qualifikation Glück, setzte sich knapp durch einen 3:1-Auswärtssieg und nach einer 1:2-Heimpleite gegen Borussia Mönchengladbach durch. In der heimischen Liga wurde man zuletzt dreimal in Folge Vizemeister. Mit den Neuzugängen Raffael (Hertha BSC), Marco Ruben (Villarreal), Miguel Veloso (Genua) und Niko Kranjcar (Tottenham) hat man sich gut verstärkt und will auch ein der Champions League ein Wörtchen mitreden.

16. FC Porto

Der Meister aus Portugal muss vor allem den Abgang von Hulk verkraften. Man holte den Kolumbianer Jackson Martínez aus Mexiko als Ersatz. Mit João Moutinho, Fernando, Steven Defour und Lucho González hat der Kader durchaus Qualität und Porto erreichte außer im letzten Jahr immer mindestens das Achtelfinale. Dennoch wird es in diesem Jahr schwer, im Konzert der ganz Großen mitzuspielen.

15. Spartak Moskau

Taktikfuchs Unai Emery ist Trainer bei Spartak Moskau. Der Verein ist derzeit nur 7. der russischen Liga. Der Vizemeister des letzten Jahres setzte sich in der Qualifikation gegen Fenerbahçe Istanbul durch. Die wichtigsten Spieler sind die Stürmer Emenike und Wellington. Als Spielmacher wurde Kim Källström aus Lyon geholt und Jose Manuel Jurado von Schalke 04 ausgeliehen. Mit Rômulo kam ein Brasilianer für 9 Millionen Euro von Vasco da Gama. Spartak hat eine sehenswerte Offensivabteilung, allerdings gilt die Abwehr - sieht man vom starken Keeper Andriy Dykan ab - als Problemzone.

14. FC Valencia

Valencia hat sich vor der Saison mit Linksverteidiger Aly Cissokho (Olympique Lyon), Sergio Canales, Fernando Gago (beide von Real Madrid), Jonathan Viera (UD Las Palmas) und João Pereira (Sporting Lissabon) verstärkt. Man gab allerdings auch Jordi Alba (Barcelona) und Pablo Hernández (Swansea) ab. Cissokho entpuppte sich bisher als Verstärkung. Leistungsträger sind der Franzose Sofiane Feghouli, der Argentinier Tino Costa, die Sturmspitze Roberto Soldado und der Spanier Jonas, der in dieser Saison schon einen Treffer und zwei Torvorlagen geben konnte. Schwachstelle ist die Innenverteidigung. Valencia riss in den letzten Jahren keine Bäume in der Champions League aus, wurde hinter Chelsea und Bayer Leverkusen nur Dritter der Gruppe.

13. FC Schalke 04

Die Schalker haben sich mit Roman Neustädter, Tranquillo Barnetta und Ibrahim Afellay sehr gut verstärkt. In der Defensive sind die Talente Joel Matip und Kyriakos Papadopoulos zu echten Leistungsträgern herangereift und im offensiven Mittelfeld hat Trainer Huub Stevens die Qual der Wahl. Mit Afellay, Jefferson Farfan, Lewis Holtby, Barnetta und Julian Draxler steht dem FC Schalke 04 eine starke Kreativabteilung zur Verfügung. Das Achtelfinale sollte Minimalziel sein.

12. AC Milan

Der AC Mailand enttäuschte am Wochenende beim 0:1 gegen Atalanta Bergamo und stürzte damit auf Rang zehn der Serie A ab. Seit 82 Jahren ist der AC Mailand nicht mehr mit zwei Niederlagen vor heimischem Publikum in die Saison gestartet. Auf internationalem Parkett muss Coach Massimiliano Allegri die Wende schaffen, sonst ist sein Job in Gefahr. Milan gab vor der Saison die Leistungsträger Antonio Cassano, Zlatan Ibrahimovic und Thiago Silva ab. Zudem verließen die alten Haudegen Alessandro Nesta, Clerence Seedorf und Mark van Bommel den Verein. Die Neuzugänge Nigel de Jong, Giampaolo Pazzini, Francesco Acerbi und Bojan Krkic können diesen Aderlass nur bedingt kompensieren. Für die höchsten Ansprüche in der Champions League ist derzeitige Kaderentwicklung eine Absage.

11. Borussia Dortmund

Im letzten Jahr wollte Borussia Dortmund die Champions League im Sturm erobern und scheiterte kläglich. Der BVB spielte in Marseille (0:3) und Piräus (1:3) laut Mats Hummels, "als wären wir die Heimmannschaft und haushoher Favorit", so erinnert sich Hummels im kicker. Ilkay Gündogan mahnt, nicht wieder so naiv zu versuchen den Gegner beherrschen zu wollen. Die Dortmunder haben sich trotz der Verluste von Nuri Sahin und Shinji Kagawa nicht verschlechtert. Ilkay Gündogan und Marco Reus sind auf ihre Art ein gleichwertiger Ersatz. Die Gruppe ist natürlich sehr schwer, in diesem Vergleich aller Clubs ist die Gruppenkonstellation aber nicht entscheidend, sondern die Qualität des Kaders, der Spielweise und Erfahrung der Mannschaft im Vergleich zu den übrigen Teams. In dieser Hinsicht ist der BVB nach zwei Meisterschaften und ersten Erfahrungen in der Champions League "einen Tick klüger" als im letzten Jahr, wie auch Mats Hummels erwartet.

10. Zenit St. Petersburg

Zenit wurde unter dem taktisch versierten Trainer Luciano Spaletti mit 13 Punkten Vorsprung vor Spartak Moskau Meister. Für die Champions League hat man sich kräftig verstärkt. Für zusammen rund 80 Millionen Euro verpflichtete der Club den brasilianischen Angreifer Hulk vom FC Porto und Mittelfeldspieler Axel Witsel von Benfica Lissabon. Der deutsche Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer darf die Gazprom-Millionen bei Zenit ausgeben. Der Schlüsselspieler von Zenit ist Aleksandr Kerzhakov, der in der vergangenen Saison 23 Tore und elf Vorlagen beisteuerte. Aber auch die internationalen Topspieler Bruno Alves, Domenico Criscito und Danny verraten, dass viel Potenzial im Team von Spalletti steckt. Im letzten Jahr ließ man in der Gruppenphase den FC Porto hinter sich, scheiterte dann aber im Achtelfinale an Benfica Lissabon. Mit Hulk und Kerzhakov ist Zenit zum Schwergewicht in Europa geworden. Wie gut eingespielt das Team ist und ob auch in der Breite genug Qualität vorhanden ist, müssen die Russen aber erst noch beweisen.

9. Arsenal

Das Kommen und Gehen hat bei Arsenal Tradition. Die Qualität des Kaders wurde durch die Abgänge von Alex Song und Robin van Persie und zuvor schon Cesc Fàbregas und Samir Nasri ausgedünnt. Es kamen Lukas Podolski, Olivier Giroud und Santi Cazorla, im letzten Jahr schon Alex Oxlade-Chamberlain und Mikel Arteta. Der Kader hat einen Wert von 284,75 Millionen Euro (Quelle: Transfermarkt.de). Im Vergleich, Schalkes Kader hat einen Wert von 152 Millionen Euro. In der Premier League läuft es mit zwei Siegen, zwei Remis und Platz drei in der Tabelle zufriedenstellend. Podolski und Cazorla harmonieren gut und haben dem Team von Arsene Wenger neue Offensivkraft eingehaucht. Im letzten Jahr war die Champions League für die Gunners schon im Achtelfinale beendet, nachdem man 0:4 im Hinspiel beim AC Milan verlor. Zwar sehen wir Arsenal in diesem Jahr vor Milan, doch im Konzert der Topfavoriten spielt Arsenal auch dieses Jahr nicht mit.

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