Mit einem 1:1 gegen Erzgebirge Aue verlor 1860 München etwas den Anschluss an die Aufstiegsränge. Dabei mussten die Löwen am Ende sogar noch froh sein, wenigstens einen Punkt gegen die zuvor auswärts noch punktlosen Sachsen gerettet zu haben.
Die drei Spitzenteams der Liga hatten am Wochenende alle gewonnen, 1860 musste so gesehen in einem als leicht eingeschätzten Heimspiel nachziehen. Das gelang aber nicht, so dass der Rückstand auf den zweiten Aufstiegsplatz auf vier Punkte anwuchs. Immerhin: Guillermo Vallori (67.) glich die Gäste-Führung durch Jakub Sylvestr (51.) aus und verhinderte den ersten Auswärtssieg der Sachsen.
In einer Partie mit vielen Chancen auf beiden Seiten machten die Hausherren das Spiel, leisteten sich aber zu viele unnötige Fehler im Spielaufbau. Aue schaltete bei Ballgewinn schnell um und überraschte die Abwehr der Gastgeber ein ums andere Mal mit gut vorgetragenen Kontern. Die beste Möglichkeit im ersten Durchgang hatte trotzdem 1860-Offensivmann Moritz Stoppelkamp, der in der 35. Minute nach einer Flanke von Christopher Schindler den Ball an die Latte köpfte.
Erzgebirge Aue erwischt besseren Start in zweiter Hälfte
Der bessere Start in die zweite Hälfte gelang vor 15.000 Zuschauern den Gästen: Aue-Stürmer Sylvestr ließ 1860-Innenverteidiger Vallori im Strafraum alt aussehen, nachdem zuvor schon René Klingbeil mit seinem gezielten Pass Necat Aygün überlistet hatte, und traf mit seinem dritten Saisontreffer zur Führung. Nun warfen die Löwen alles nach vorne - und Aue hatte noch mehr Platz zum Kontern.
Um den Angriff zu verstärken, brachte Münchens Trainer Reiner Maurer Offensivmann Daniel Bierofka für Sechser Grigoris Makos. Und der Wechsel lohnte sich prompt: Nach einer Ecke von Bierofka gelang Vallori Mitte der zweiten Halbzeit der Ausgleich per Kopf. In der Schlussphase drängten die Gastgeber auf den Dreier, ließen ihre Chancen aber ungenutzt.



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