Änis Ben-Hatira heißt der strahlende Hertha-Held. Sein Doppelpack gegen Hoffenheim sicherte Berlin den Relegationsplatz. Tränen wurden in Köln vergossen: Über Poldis Abschied, den fünften Abstieg, aber auch über ausrastende Fans, die den Platz stürmen wollten, Rauchbomben zündeten und die Polizei auf den Plan riefen.
Als nach 90 Minuten im Berliner Olympiastadion der Schlusspfiff ertönte, kannte der Jubel bei Hertha BSC kaum Grenzen. Im Mittelpunkt stand vor allem Änis Ben-Hatira, der mit seinem Doppelpack maßgeblich zum 3:1-Sieg über die TSG Hoffenheim beigetragen hatte, der den Berlinern den fast nicht mehr zu erhoffenden Sprung auf den Relegationsplatz gesichert hatte. Getrübt wurde die Freude allerdings von der Knieverletzung von Pierre-Michel Lasogga, der nun für die Relegationspartien auszufallen droht.
Dabei profitierte die Hertha von der parallel stattfindenden 1:4-Niederlage des 1. FC Köln gegen den FC Bayern München, der den bereits fünften Bundesliga-Abstieg in der Clubgeschichte der Geißböcke besiegelte. Um angesichts der sportlichen Tragödie und des Abschieds von Lukas Podolski Tränen der Trauer auf dem Platz zu vergießen, blieb dem FC Köln allerdings keine Zeit.
"Wir trauern um den 1. FC Köln", stand auf den Plakaten, die aufgebrachte Kölner Zuschauer Minuten vor dem Schlusspfiff enthüllten. Doch bei einigen Anhängern schlug die Trauer in Aggressionen um, Rauchbomben wurden auf der Tribüne gezündet, die den Platz in Nebel hüllten, ehe sie nach Schlusspfiff auch noch das Spielfeld stürmen wollten und von der Polizei zurückgehalten werden mussten. Trotz der sportlich desolaten Saison hätte Köln einen würdigeren Abgang in die Zweite Liga verdient gehabt.





